Alternativen bei Ablehnung der ESTA-Genehmigung

Nicht alle beantragten ESTA-Genehmigungen werden automatisch bewilligt. Das ESTA-Formular gilt beispielsweise nicht für Personen, die in die Vereinigten Staaten reisen möchten, aber nicht aus einem der Teilnehmerländer am Programm für visumfreies Reisen (VWP) stammen. Aber auch Antragstellern aus einem Mitgliedsland des Visa Waiver Program (VWP) kann es passieren, dass der ESTA-Antrag abgelehnt wird. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn die betreffende Person sich mehr als 90 Tage im amerikanischen Hoheitsgebiet aufhalten möchte. Die Genehmigung gilt nämlich nur für Reisen, die 90 Tage nicht überschreiten.  

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Die verschiedenen Gründe dafür, dass ein ESTA-Antrag abgelehnt wird

Bei Reisenden, bei denen die persönlichen Daten im Reisepass nicht mit den Angaben im ESTA-Formular übereinstimmen, kann die Genehmigung für eine Reise oder einen Transitaufenthalt in den USA abgelehnt werden. Dies gilt ebenfalls, wenn der Antragsteller nur einen provisorischen Reisepass besitzt oder wenn sein Reisepass abgelaufen ist.

Darüber hinaus kann der Antrag auch abgelehnt werden, wenn das ESTA-Formular nicht sorgfältig ausgefüllt wurde. Bei den mit ja oder nein zu beantwortenden Fragen sind keine weiteren Bemerkungen notwendig.

Im Übrigen können auch bestimmte persönliche Informationen im Formular die Entscheidung der Behörden beeinflussen. Dies ist bei Personen mit ansteckenden Krankheiten der Fall sowie bei Personen, die Straftaten begangen haben oder bei Personen, die verdächtigt werden, in terroristische Aktivitäten verwickelt zu sein. Antragstellern, die ein solches Profil aufweisen, wird die Einreise in die Vereinigten Staaten möglicherweise verweigert.

 

Vorgehensweise bei einer Verweigerung der ESTA-Genehmigung

Das ESTA-Formular soll mögliche Kriminelle oder Terroristen identifizieren. Personen, welche die entsprechenden Fragen mit Ja beantwortet haben, werden keine ESTA-Genehmigung erhalten. Wenn allerdings ein Antragsteller beim Ausfüllen des ESTA-Formulars einen Fehler begangen hat oder etwas vergessen hat, kann er nach einer Frist von 10 Tagen erneut eine ESTA-Genehmigung beantragen.

Man sollte darauf achten, dass die persönlichen Informationen, die man im Formular angibt, mit den persönlichen Daten im Reisepass genau übereinstimmen, um eine erneute Ablehnung zu vermeiden. Staatsangehörige aus Ländern, die nicht am Programm für visumfreies Reisen VWP teilnehmen, müssen zwingend ein Visum beantragen.

Personen, die trotz der Ablehnung der ESTA-Genehmigung in die USA reisen möchten, müssen in ihrem Heimatland bei einem Konsulat oder der Botschaft der Vereinigten Staaten ebenfalls ein Visum beantragen.

Es ist noch anzumerken, dass die Gründe für die Ablehnung der ESTA-Genehmigung dem Antragsteller nicht mitgeteilt werden. Wenn Sie ein Visum für einen Kurzaufenthalt bei einer amerikanischen Botschaft beantragen, so kann Ihnen das Botschaftspersonal auch keine Auskunft über die Gründe für die Ablehnung des ESTA-Antrags geben.

Im Übrigen vergibt die Botschaft der Vereinigten Staaten keine kurzfristigen Notfalltermine an Reisende, deren ESTA-Antrag abgelehnt wurde. In diesem Fall bleibt nichts anderes übrig, als auf ganz normalem Wege ein Visum für die Reise in die USA zu beantragen.

 

Erfährt man den Grund für eine Verweigerung der ESTA-Reisegenehmigung?

Bei jedem Antrag für eine ESTA-Reisegenehmigung prüfen die Einwanderungsbeamten das jeweilige Dossier sorgfältig. Im Falle einer Ablehnung sind sie jedoch nicht verpflichtet, Ihnen den Grund für diese Verweigerung mitzuteilen.

Sie erhalten lediglich eine E-Mail, in der Ihnen mitgeteilt wird, dass Ihr Antrag abgelehnt wurde. Nähere Erläuterungen werden nicht gegeben, und es ist nicht möglich, zu erfahren, warum die Genehmigung nicht erteilt wurde.

Sie müssen also die verschiedenen Gründe für eine derartige Ablehnung, die wir oben erläutert haben, selbst prüfen, um herauszufinden, welcher bei Ihnen zutrifft. Dann können Sie überlegen, ob es sinnvoll ist, den ESTA-Antrag erneut zu stellen, oder ob Sie gleich ein Visum in einer Botschaft der Vereinigten Staaten beantragen.

Auf alle Fälle nutzt es im Falle einer Ablehnung der Reisegenehmigung nichts, die Reise aufrechtzuerhalten, denn die Fluggesellschaft würde Ihnen bereits den Zutritt an Bord des Flugzeugs verweigern. Sollte Ihnen dies doch gelingen, so wären Sie dennoch nicht berechtigt, nach der Landung amerikanisches Hoheitsgebiet zu betreten.

 

Ist es möglich, nach einer ersten Ablehnung trotzdem eine ESTA-Genehmigung zu erhalten?

Wie bereits erwähnt, bedeutet die Ablehnung des Onlineantrags für eine ESTA-Genehmigung nicht zwangsläufig, dass Sie auch nicht mit einer anderen Genehmigung, beispielsweise mit einem Visum, in die Vereinigten Staaten reisen können. Wenn Sie nach einem ablehnenden Bescheid eine Frist von mindestens 10 Tagen verstreichen lassen, können Sie aber auch einen erneuten ESTA-Antrag stellen.

Wenn Sie jedoch im Antrag genau dieselben Angaben machen wie beim ersten Mal, dann werden die mit der Prüfung des Dossiers beauftragten amerikanischen Behörden Ihnen mit Sicherheit erneut dieselbe Antwort senden, nämlich eine Ablehnung. Unter bestimmten Umständen kann es jedoch vorkommen, dass dieser Antrag genehmigt wird.

Wenn die ESTA-Genehmigung beispielsweise abgelehnt wurde, weil Ihnen beim Ausfüllen des Formulars ein Fehler unterlaufen ist, dann stehen die Chancen gut, dass einem zweiten Antrag stattgegeben wird, wenn ansonsten alle Kriterien erfüllt sind. Ein Fehler kann vorkommen, und aus diesem Grund sollte man bei der Beantwortung des Fragebogens sehr aufmerksam sein und alle Antworten vor dem Absenden nochmals prüfen. Sie sollten wissen, dass Sie bei der Verweigerung einer ESTA-Genehmigung nicht einfach die entsprechende Antwort modifizieren können, sondern das Prozedere nochmals von A bis Z abwickeln und auch die Gebühren ein zweites Mal bezahlen müssen.

Es kann auch vorkommen, dass Ihre persönlichen Umstände der Erteilung einer ESTA-Genehmigung entgegenstanden. Wenn sich diese Situation in der Zwischenzeit jedoch gravierend geändert hat, steht vielleicht nun einer Genehmigung nichts mehr im Wege. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn ein Antrag abgelehnt wurde, weil das Wohnsitzland des Antragstellers nicht zu den Mitgliedsländern des Systems gehört, weil die geplante Aufenthaltsdauer 90 Tage überstiegen oder weil der Grund für die Reise nicht den Vorschriften des Systems entsprochen hat. Wenn nun bei einem erneuten Antrag diese Zulassungskriterien des ESTA-Verfahrens alle erfüllt sind, wird der Antrag vermutlich genehmigt.

In manchen Fällen ist es jedoch unnötig, nach einer Ablehnung einen erneuten ESTA-Antrag zu stellen, da man diese Genehmigung keinesfalls erhalten wird. Wenn beispielsweise Konflikte mit dem Gesetz oder der Gesundheitszustand der Grund für die Verweigerung der Reisegenehmigung waren, dann ist davon auszugehen, dass auch ein weiterer Antrag keinen Erfolg haben wird.

 

Kann man trotz einer Ablehnung des ESTA-Antrags ein Visum für die Vereinigten Staaten erhalten?

Selbstverständlich kann jemand, dessen ESTA-Antrag durch die mit der Antragsprüfung beauftragten Behörden abgelehnt wurde, versuchen, auf einem anderen legalen Wege eine Genehmigung für die Reise in die Vereinigten Staaten zu erhalten. In diesem Fall besteht zum Beispiel die Möglichkeit, ein klassisches Visum zu beantragen.

Visumanträge können im Besonderen für Menschen sinnvoll sein, die in die USA reisen möchten, aber nicht einem der Mitgliedsländer des ESTA-Systems angehören, die einen Aufenthalt planen, der länger als 90 Tage dauert oder die aus anderen Gründen als für eine Urlaubsreise dorthin reisen möchten.

Um ein Visum zu beantragen, muss man auf eine spezifische Website gehen, die ein entsprechendes Onlineformular anbietet und dieses in ähnlicher Weise ausfüllen, wie dies beim ESTA-Antrag der Fall ist. Zwischen einem ESTA-Antrag und einem Visumantrag gibt es jedoch gravierende Unterschiede. Einem Visumantrag muss beispielsweise ein Passfoto beigefügt werden, das gesetzlich ganz genau festgelegten Kriterien entspricht. Darüber hinaus benötigt man zusätzliche Nachweise, und in bestimmten Fällen kann es sogar sein, dass man einen Termin für ein persönliches Gespräch wahrnehmen muss, bevor dem Antrag stattgegeben wird.

Die Wartezeit für die Erteilung eines Visums ist viel länger, als die für einen ESTA-Antrag, sodass es ratsam ist, diese Formalität frühzeitig in Angriff zu nehmen.

Achtung! Sie erhalten nicht deshalb automatisch ein Visum, weil Ihr ESTA-Antrag abgelehnt wurde. Die Erteilung eines Visums unterliegt genau definierten Auflagen, die man kennen und einhalten sollte. Wenn Ihnen die ESTA-Genehmigung verweigert wurde, ist es möglich, dass auch ein Visumantrag abgelehnt wird, je nachdem wie Sie die Fragen im Onlineformular beantwortet haben. Nähere Informationen  über die Voraussetzungen für den Erhalt eines Visums für die Vereinigten Staaten erhalten Sie auf der Website der amerikanischen Botschaft Ihres Wohnsitzlandes. Dort finden Sie alles Wissenswerte zu diesem Thema sowie die Vorgehensweise für den Antrag.

Es gibt also nach der Verweigerung einer ESTA-Genehmigung Alternativen, um trotzdem in die USA reisen zu können. Eine Garantie, dass Sie eine Reisegenehmigung erhalten, gibt es jedoch niemals, da dies vor allem von Ihren persönlichen Umständen abhängt.

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